Geschichte
bis 1900

Anno 1583 ster­ben die Sel­den­ecker aus

Nunmehr fiel das Lehen Großweier mit all seinen Besitzungen einschließlich der Burg und dem "Hub-gericht Gambshurst" an den Markgrafen von Baden zurück.

Aber bereits mit Wirkung vom 1. September 1583 belehnte Markgraf Philipp seinen Hofgerichtssekretär Johann Wolff und Theophilus Karpfer damit. Am 8. Januar 1590 verkaufte Markgraf Fortunat seinem Kanzler Aschmann die Burg, Dorf Großweier, das Hubgericht Gamshurst, alle Güter, die "Eigenleute" mit Fronden und "Raissen" (Kriegsdienstverpflichtung), auf Wiedereinlösung für die Summe von 12.000 Gulden. Wann diese erfolgte, ist nicht zu erkennen; im Amtslagerbuch von 1599 ist hiervon nicht die Rede.

Während des 30-jährigen Krieges (1618-1648) dürfte die Wasserburg unversehrt geblieben sein. Jedenfalls vergab Markgraf Wilhelm laut Aufzeichnung in einem weiteren Amtslagerbuch im Jahre 1652 "Burg, Dorf und Amt Großweier" an seinen Kanzler Krebs von Bach für 8.500 Gulden mit dem Zusatz "Auf Wiedereinlösung zu Martini 1658", sowie dem Hinweis, dass er das Schloss nach Belieben bewohnen und benutzen könne. Dies ist zugleich der letzte erhalten gebliebene Hinweis auf das Bestehen der Wasserburg Großweier.